News & Termine

ORF – Südtirol Heute

am 05.06.2020

Am Freitag, 5. Juni 2020 hat ein ORF-Team (Südtirol Heute) an der TFO Bruneck einen Beitrag zum Thema „Matura 2020“ gedreht. Mit dabei waren die Schüler/innen Dolliana Fabian und Huber Sonja (Klasse 5MaB, Fachrichtung Maschinenbau) sowie die Lehrpersonen Niederkofler Egon und Taschler Brigitte. Der Beitrag wird heute Abend um 18.30 Uhr (Wiederholung: 19.30 Uhr) auf ORF 2 (Wiederholung: ORF 1) gesendet.

Regionale Jobbörse für Südtirol

am 28.05.2020

Südtirolerjobs.it ist die regionale Jobbörse für Südtirol. Hier findest du ausgeschriebene Stellen in den verschiedenen Bezirken. Neben Jobs und Stellenangeboten bei Top-Arbeitgebern gibt es auch wertvolle Tipps für Beruf und Karriere.

https://www.suedtirolerjobs.it/

Europäische Schulpartnerschaften

am 26.05.2020

Walder Günther ist Fachlehrer für Deutsch und Geschichte. Europäische Schulpartnerschaften sowie die Vernetzung von Sprachenfächern im Unterricht sind inhaltliche Schwerpunkte seiner Arbeit als Koordinator. Die Förderung des europäischen Geistes wie auch einer gewissen Offenheit für die große Vielfalt an Sprachen und Kulturen in Europa sind ihm ein Herzensanliegen. Die persönlichen Erfahrungen, die er als Universitäts-Assistent am Center Austria der University of New Orleans machen durfte, haben ihn in seiner Motivation bestärkt, den internationalen Austausch zwischen Schulen verschiedener europäischer Länder zu fördern. Außerdem ist er seit vielen Jahren für die Öffentlichkeitsarbeit an der TFO Bruneck hauptverantwortlich. Als Redakteur setzt Günther Walder großen Wert darauf, dass die vielfältige Bildungsarbeit der TFO Bruneck mithilfe von Hintergrundberichten, Fotos und Schülervideos öffentlich wirksam präsentiert wird und die Aufmerksamkeit erfährt, welche sich die vielen engagierten Schüler/innen und Lehrer/innen der TFO Bruneck redlich verdienen.

Europäische Schulpartnerschaften

Seit dem Jahr 2000 hat die TFO Bruneck ein breites Netzwerk von europäischen Schulpartnerschaften aufgebaut. Der ehemalige Direktor Werner Sporer und die Englisch-Lehrerin Kristena Main waren die Pioniere dieser Netzwerkarbeit. Die ersten Partnerschulen im Rahmen eines Comenius-Projekts (2000-2004) waren Nummela (Finnland) und Zabrze (Polen). Günther Walder hat ein weiteres, mehrjährig angelegtes Partnerschulprojekt (2005-2009) mit Fagersta (Schweden), Orthez (Frankreich) und Kavala (Griechenland) geleitet, bevor dann Nikolaus Spitaler die Verantwortung für ein Erasmus-Projekt (2014-2017) mit Malvik (Norwegen), Sindelfingen (Deutschland), Kelme (Litauen) und Athen (Griechenland) übernommen hat. Dieses Erasmus-Projekt wurde 2018 unter der Leitung von Brigitte Taschler fortgesetzt, wobei Svendborg (Dänemark) und Vilnius (Litauen) als neue Partner hinzugekommen sind.
Im Laufe der Jahre ist die Arbeitsgruppe, die sich um die Pflege internationaler Kontakte kümmert, immer größer geworden, und auch die Organisationsarbeit wurde immer aufwendiger und komplexer. Vermehrt wurden auch Reisen mit kleinen Schülergruppen unternommen. Mit viel Idealismus hat die aktuelle Arbeitsgruppe (Leitung: Taschler Brigitte), bestehend aus den Lehrpersonen Aschbacher Vera, Hofer Ursula, Jud Agnes, Mairegger Verena, Maurer Roswitha, Öttl Bernhard, Peintner Benedikt, Pinggera Helmut, Schmalzl Silvia, Spitaler Nikolaus, Steinmair Astrid und Walder Günther, ein großes Projekttreffen vorbereitet, welches Ende März 2020 in Toblach/Bruneck hätte stattfinden sollen. Aufgrund der Zwangsschließung der Schule musste das Projekttreffen auf einen späteren Zeitpunkt verschoben werden.
In den letzten Jahren ist es auch gelungen, innerhalb der Europaregion Tirol Kontakte zu technischen Schulen aufzubauen, speziell zur HTL Lienz (Mechatronik) und zur HTL Kramsach (Chemie). Für die Klassen 4ChA und 4ChB war im April 2020 ein Besuch der HTL Kramsach geplant, welcher aufgrund der Schul- und Grenzschließungen auf einen späteren Zeitpunkt verschoben werden musste.

Mehrsprachigkeit

„Die deutsche Schule in Südtirol stellt sich bewusst der Herausforderung, die Förderung der Mehrsprachigkeit bei allen Bürgerinnen und Bürgern als eines ihrer vorrangigen Ziele zu setzen. (…) Mehrsprachigkeit wird dabei als die Fähigkeit eines Menschen verstanden, mehr als eine Sprache zu sprechen, zu lesen, zu verstehen und zu schreiben, ohne jedoch dem Anspruch zu verfallen, alle Sprachen perfekt zu beherrschen. Mehrsprachigkeit ist in der Welt keine Ausnahme, sondern die Norm. (…)“ (Auszug aus dem Beschluss der Landesregierung Nr. 1383 vom 01.12.2015)
Im Schuljahr 2017/2018 hat eine Arbeitsgruppe von Sprachlehrern unter der Leitung von Günther Walder damit begonnen, ein Konzept zum Thema „Mehrsprachiger Unterricht“ zu erarbeiten. Einige Sprachenlehrer/innen besuchen auch regelmäßig Landesfortbildungen zu diesem Thema. Ein fächerübergreifender Teamunterricht konnte Im Schuljahr 2018/2019 erstmals fix im Stundenplan verankert werden. Im Schuljahr 2019/2020 wurde das Projekt fortgesetzt. Folgende Lehrpersonen gestalteten im heurigen Schuljahr zweimal wöchentlich mehrsprachigen Teamunterricht: Kreithner Maria Luise und Höll Barbara (Deutsch – Englisch, Klasse 1A), Ebenkofler Heidi und Belluzzi Milena (Deutsch – Italienisch, Klasse 1B), Walder Günther und Mair Petra (Deutsch – Englisch, Klasse 1D), Bertinotti Francesca und Schmalzl Silvia (Italienisch – Englisch, Klasse 3ElB), sowie Brunner Mariska und Taschler Brigitte (Geschichte – Englisch, Klasse 5MaB). Das Pilotprojekt hat bei allen Beteiligten durchwegs guten Anklang gefunden und wird in den kommenden Jahren fortgesetzt.

Öffentlichkeitsarbeit

Die aktuelle Schulhomepage der TFO Bruneck wurde von Roland Trebo (ProjectR) in Zusammenarbeit mit dem ehemaligen Direktor Werner Sporer sowie den Lehrpersonen Lukas Notdurfter und Günther Walder entwickelt. Während sich Roland Trebo und Lukas Notdurfter um die technische Wartung der Webseite kümmern, ist Günther Walder für die inhaltliche Gestaltung verantwortlich. Auf der Schulhomepage finden interessierte Personen Informationen zum TFO-Schulalltag in vielfältiger Form.
Dazu gehören unter anderem Presse-, Radio- und Fernsehberichte der vergangenen Jahre, welche Journalisten lokaler Medien für die TFO Bruneck produziert haben. Letztere kann man auf einem schuleigenen Youtube-Kanal abrufen. Aber auch die Schülerzeitung „Laser“, welche von einem Lehrerteam, bestehend aus Maria Luisa Kreithner, Lioba Koenen und Birgit Pichler, in Zusammenarbeit mit einem Schüler/innen-Team jährlich herausgegeben wurde, wird auf der Schulhomepage online gestellt. Eine Auswahl von Unterrichtsaktivitäten, welche seit dem Schuljahr 1994/1995 an der GOB/TFO Bruneck umgesetzt wurden, findet sich in einer chronologisch aufgebauten Fotogalerie und kann als digitale Schulchronik betrachtet werden. Ein E-Mail-Verteiler ist in die Schulhomepage integriert und sorgt, neben dem digitalen Register, dafür, dass die gesamte Schulgemeinschaft über die Unterrichtsorganisation an der TFO Bruneck gezielt informiert wird.

Herstellung von Zitronensäure

am 24.05.2020

Eine Projektgruppe der Klasse 5Ch, Fachrichtung Chemie, Werkstoffe und Biotechnologie, bestehend aus den Schüler/innen Bianchi Manuel, Brunner Julian, Castlunger Diana, Fischnaller Simon und Kastlunger Filippo, hat ein Modell für einen Bioreaktor gebaut, mit dem Zitronensäure hergestellt werden kann. Betreut wurde die Schülergruppe von den Fachlehrern Egon Rubatscher, Sonja Peer und Roland Walch. Das Projekt war fächerübergreifend angelegt. Die Schulfächer Biologie, Mikrobiologie und Umwelttechnologien wurden in die Projektarbeit miteinbezogen.

Für das umwelttechnologische Projekt war ein Budget von 200 Euro vorgesehen. Der Realisierungsansatz sollte innovativ bzw. kreativ, die Steuerung automatisiert sein. Eine einfache Bedienbarkeit und ein hoher Wirkungsgrad des biotechnologischen Prozesses waren weitere Kriterien für die Umsetzung des Schülerprojekts. Schlussendlich sollte der Prozess der Herstellung von Zitronensäure mit Hilfe von Mikroorganismen, in diesem Fall mit Aspergillus Niger, erfolgen.

Ein Bioreaktor, häufig auch als Fermenter bezeichnet, ist ein Behälter, in dem bestimmte Mikroorganismen, Zellen oder kleine Pflanzen unter möglichst optimalen Bedingungen kultiviert (auch: fermentiert) werden. In Bioreaktoren werden unterschiedlichste Organismen für verschiedene Zwecke kultiviert. Daher stehen mehrere Reaktorvarianten in unterschiedlicher Ausführung zur Verfügung. Der Betrieb eines Bioreaktors ist eine Anwendung der Biotechnologie, die biologische Prozesse (Biokonversion, Biokatalyse) in technischen Einrichtungen nutzt bzw. nutzbar macht.

Mikroorganismen spielen in der Lebensmittelherstellung eine wichtige Rolle: Seit Urzeiten werden sie zur Herstellung von Lebensmitteln wie Brot, Bier, Essig und Wein eingesetzt. Mikroorganismen werden im großtechnischen Maßstab in Fermentern zur Stoffproduktion nicht nur für den Lebensmittelbereich und die Futtermittelindustrie, sondern auch in der Kosmetikindustrie und der Medizin eingesetzt.

Zitronensäure wird heute industriell mit überproduzierenden Aspergillus Niger-Stämmen aus Melasse hergestellt. Rund 70% der weltweit produzierten Zitronensäure wird in der Lebensmittelindustrie verwendet, als Zusatz zu Getränken jeglicher Art, zu Marmeladen und Gelees, zu Süßwaren und Süßspeisen. Etwa 20% des Produktionsvolumens an Zitronensäure finden ihren Einsatz in der pharmazeutischen und kosmetischen Industrie. Ein wachsender Markt für dieses Produkt liegt darüber hinaus in der Anwendung als Ausgangsmaterial für chemische Synthesen, als Weichmacher für Kunststoffe, als Lösungsmittel, als Komplexbildner für die Reinigung von Metallen, als Reinigungsmittel und als Ersatzstoff für die bisher den Waschmitteln zugesetzten Polyphosphate. Zitronensäure ist also ein richtiges Multitalent und zudem wegen der leichten und vollständigen biologischen Abbaubarkeit ein idealer Stoff für die industrielle Anwendung.

Vernetzung von Schule und Arbeitswelt

am 18.05.2020

Rubatscher Egon ist Fachlehrer für Chemie und Biologie. Als Koordinator setzt er sich insbesondere für eine starke Vernetzung der Schule mit der Arbeitswelt ein. Die Organisation einer schulinternen Berufsinformationsmesse an der TFO Bruneck und WFO Bruneck („Berufssafari“) ist auf seinen großen Einsatz zurückzuführen. Außerdem ist es ihm ein großes Anliegen, dass Schüler/innen im Unterricht lernen, in Teams eigenverantwortlich, fächerübergreifend und projektorientiert zu arbeiten. Schülerteams der Fachrichtung Chemie, Werkstoffe und Biologie haben in den letzten Jahren unter seiner Regie, in Zusammenarbeit mit regionalen Firmen und Forschungseinrichtungen, viele interessante Projekte ausgearbeitet und öffentlich präsentiert, gleichzeitig auch an Wettbewerben teilgenommen und Preise gewonnen. Um die vielfältigen Aktivitäten der Schüler/innen des Trienniums (3., 4. und 5. Klassen) im Bereich Schule – Arbeitswelt möglichst flächendeckend zu dokumentieren, wurde ein schuleigener Kompetenzenpass („ÜKO“) entwickelt.

Vernetzung Schule – Arbeitswelt

Die Berufsinformationsmesse „Berufssafari“ hat sich mittlerweile in der Brunecker Schulwelt sehr gut etabliert. Namhafte Firmen aus ganz Südtirol sind einmal im Jahr in Bruneck zu Gast, um den direkten Austausch mit den Fachkräften von morgen zu pflegen. Betriebs- und Sommerpraktika, wie auch Einstiegsmöglichkeiten in die Arbeitswelt nach dem Schul- bzw. Studienabschluss sind Themen, die viele junge Menschen bewegen. Eine eigene Arbeitsgruppe, in welcher Direktor Siegfried Schrott sowie die Fachlehrer/innen Bernhard Öttl (Vizedirektor), Philipp Egger, Roswitha Maurer, Tobias Steidl und Lukas Notdurfter mitarbeiten, unterstützt Koordinator Egon Rubatscher in der Organisation der Berufssafari und weiterer Informationsveranstaltungen im Bereich Schule/Unternehmen, wie z.B. Tag der Industrie, A21 Digital Day, Rendezvous mit dem Traumberuf.

Projektmanagement

Nachdem Egon Rubatscher die Welt der Privatwirtschaft aufgrund persönlicher Berufserfahrungen bestens kennt, ist es ihm auch ein großes Anliegen, den Fachunterricht praxisorientiert zu gestalten und Leitlinien, wie sie in der Arbeitswelt gang und gebe sind, vorzugeben. In Zusammenarbeit mit motivierten Schülern, mit Firmen und Forschungseinrichtungen ist es ihm immer wieder gelungen, interessante Schulprojekte umzusetzen. Einige Beispiele: Bläuepilz und Fichtenholz (Firma Nordpan), Materialprüfung für Steigeisen (Firma Salewa), Biotechnologische Grundlagenforschung (Aalto Universität Helsinki, Prof. Michael Hummel). Dazu kommen schulinterne Projekte, wie z.B. ein Projekttag zum Thema „Mobile Energie für Handys & Co.“ oder die Entwicklung eines Low Carb Powerriegels. Auch die Organisation von Betriebsbesichtigungen ist Egon Rubatscher ein großes Anliegen. Sie sollen der Horizonterweiterung der Schüler/innen dienen und bilden einen wichtigen Baustein im naturwissenschaftlich-technischen Unterricht der Fachrichtung Chemie, Werkstoffe und Biotechnologie.

Übergreifende Kompetenzen und Orientierung (ÜKO)

Damit die breite Palette an schulspezifischen Bildungsangeboten der TFO Bruneck für das Triennium (3., 4. und 5. Klassen), wie vom Gesetzgeber vorgesehen, in Zukunft übersichtlich dokumentiert wird, hat Egon Rubatscher in Zusammenarbeit mit Fachlehrern aller drei Fachrichtungen ein Konzept für einen schuleigenen Kompetenzenpass entwickelt. Mithilfe eines Portfolios dokumentieren Schüler/innen verschiedene schulische Tätigkeiten unter Angabe der geleisteten Stunden. Diese sind in folgende Kategorien unterteilt: Betriebspraktika (5. Klassen), Fachrichtungsspezifische Praktika und Projekte, Projekte in Zusammenarbeit mit Betrieben, Betriebsbesichtigungen, Besuch von Fachmessen, Fachspezifische Schülerpraktika und Kurse, Expertenunterricht, Vorwissenschaftliches Arbeiten, Kulturelle und Interkulturelle Bildung, Kommunikations- und Informationstechnologische Bildung. Klassentutoren unterstützen die Schüler/innen in ihrer Portfolioarbeit und bewerten diese am Ende eines jeden Schuljahres. Auf dieser Grundlage entscheidet der jeweilige Klassenrat, ob die Voraussetzungen für die Zulassung zur Abschlussprüfung gegeben sind.

Digitalisierung und Unterrichtsplanung

am 13.05.2020

Niederkofler Manuel ist Fachlehrer für Informatik (Praxis) und TPS (Technologie und Projektierung elektrischer und elektronischer Systeme). Als Koordinator ist er hauptverantwortlich für die Planung und Evaluierung der Förderwoche an der TFO Bruneck. Außerdem hat er, gemeinsam mit den Lehrpersonen Ingrid Lang, Philipp Egger und Martin Niederkofler, die Voraussetzungen für schulinterne ECDL-Kurse und KNX-Kurse geschaffen. Auch die Organisation der schulinternen Lehrerfortbildung obliegt ihm, genauso wie die Planung der Weihnachtsfeier und des Sommersporttags.

Seit dem Schuljahr 2009/2010 hat sich die Förderwoche, eine Mischung aus Aufhol- und Förderkursen, an der TFO Bruneck etabliert. Was ursprünglich von einem kleinen Team unter der Leitung von Prof. Tobias Zingerle auf die Beine gestellt wurde, wurde im Laufe der Jahre mit einer Arbeitsgruppe fortgeführt und weiterentwickelt, welche aktuell aus fünf Lehrpersonen besteht: Manuel Niederkofler (Leitung), Ingrid Lang, Matthias Tasser, Sabine Schneider und Max Stricker. Die Förderwoche findet in der Regel Ende Jänner statt. Für alle Schüler/innen und Lehrer/innen wird ein individueller Stundenplan ausgearbeitet, wobei der Unterricht in Blöcken von jeweils zwei Schulstunden stattfindet und klasssen- sowie fächerübergreifend angelegt ist. Die Arbeitsgruppe hat für die Planung der Förderwoche eine eigene Software entwickelt und ist sehr darum bemüht, die Vergabe der Förderkurse mithilfe eines Punktesystems inhaltlich so weit als möglich an die Wünsche aller beteiligten Personen anzupassen. Dies ist fürwahr immer wieder eine Mammutaufgabe, bei ca. 550 Schüler/innen und 80 Lehrpersonen!

Die digitale Bildung der Schüler/innen liegt Manuel Niederkofler und einigen seiner Fachkollegen sehr am Herzen. Und so ist es nach langer Vorarbeit im Schuljahr 2018/2019 gelungen, ein Schulungszentrum für den Europäischen Computerführerschein ECDL sowie für das KNX-Gebäudeautomationssystem an der TFO Bruneck einzurichten. Somit haben alle Schüler/innen der ersten Klassen sowie die Schüler/innen der 4. Klassen, Fachrichtung Elektronik und Elektrotechnik, die Möglichkeit, eine digitale Grundausbildung nach europäischen Standards zu erhalten, welche direkt in den Fachunterricht integriert ist. Die ECDL-Kurse werden im heurigen Schuljahr aufgrund der Zwangsschließung der Schule online abgewickelt. Die Durchführung der Online-Kurse ist in Italien an strenge Auflagen und Kontrollen geknüpft, was die Arbeit nicht gerade leichter macht. Die Klasse 4ElB der Fachrichtung Elektronik und Elektrotechnik hat den KNX-Kurs bereits im Herbst 2019 abgeschlossen, während die Klasse 4ElA bisher nur den theoretischen Teil (online) absolvieren konnte. Praxis und Zertifizierung müssen auf einen späteren Zeitpunkt verschoben werden.

Inhaltliche Schwerpunkte der internen Lehrerfortbildung waren im heurigen Schuljahr: Regelungstechnik, KNX-Grundlagen, Erste Hilfe, Besichtigung des Lumen-Museums, Kochkurs. Bis auf einen Kurs zum Thema Regelungstechnik mit dem Referenten Prof. Martin Niederkofler mussten alle geplanten schulinternen Fortbildungen abgesagt werden.

„Junge Forscher gesucht“

am 06.05.2020

Schülerteam der TFO Bruneck sichert sich Finalteilnahme in Trient

Den Schülern Julian Brunner und Johannes Gafriller von der TFO Bruneck, Fachrichtung „Chemie, Werkstoffe und Biotechnologie“, ist es gelungen, sich für das Finale des Schülerwettbewerbs „Junge Forscher gesucht“ zu qualifizieren. Sie gehören, neben einem Projektteam des Rainerum Bozen, zu den zwei Südtiroler Teilnehmern dieses internationalen Forschungswettbewerbs. Eine von Eurac Research koordinierte Expertengruppe hat die beiden Südtiroler Finalisten in den Kategorien Produktentwicklung und Grundlagenforschung nominiert. Die Veranstaltung wird im Herbst 2020 im MUSE in Trient stattfinden – mit einer internationalen Jury und Messeständen, Plakaten und Vorträgen der jungen Forscher.

Julian Brunner und Johannes Gafriller haben erforscht, welche Alternativen es zum Einsatz von Antibiotika im Tierfutter gibt. Sie untersuchten die antibakterielle Wirkung von sechs altbewährten Hausmitteln, darunter Salbei, Kamille und Eukalyptus. Dazu tränkten sie Filterpapier in die jeweiligen ätherischen Öle, verteilten das Papier auf Agarplatten mit Bakterien (E. Coli und Bacillus subtilis) und beobachteten den Hemmhof – das ist der bakterienfreie Raum, der sich um das Papier bildet. Denselben Versuch wiederholten sie mit Antibiotika aus der Apotheke. Das Ergebnis: Kamille und Eukalyptus haben eine gleich gute antibakterielle Wirkung wie herkömmliche Antibiotika, Salbei sogar eine weitaus bessere.

Die Projektarbeit wurde von den Lehrpersonen Egon Rubatscher und Matthias Tasser betreut und in Zusammenarbeit mit der Apotheke Zieglauer in Bruneck durchgeführt. Der Wettbewerb „Junge Forscher gesucht“ findet dieses Jahr zum 8. Mal statt. 16- bis 20-jährige Jugendliche aus Graubünden, Tirol, Südtirol und dem Trentino können daran teilnehmen. Eurac Research organisiert den Wettbewerb gemeinsam mit der Leopold-Franzens-Universität Innsbruck, der Autonomen Provinz Trient und der Alpinen Mittelschule Davos. Partner des Projekts sind die Europaregion Tirol-Südtirol-Trentino sowie die Stiftung Südtiroler Sparkasse.

Berufsorientierung und Begabungsförderung

am 03.05.2020

Maurer Roswitha ist Fachlehrerin für Chemie und Biologie. Sie leitet bzw. koordiniert die Tätigkeiten mehrerer Arbeits- und Projektgruppen, welche vorwiegend im Bereich der Berufs- und Studienorientierung und der Begabungsförderung tätig sind. Außerdem ist sie Landeskoordinatorin der Südtiroler Chemieolympiade und setzt sich, in enger Zusammenarbeit mit den Verantwortlichen der Österreichischen Chemieolympiade, sehr stark dafür ein, dass besonders talentierte Schüler*innen im Fach Chemie auf regionaler und internationaler Ebene gefördert werden.

Berufsorientierung: ESF-Projekt „PowerCheck“ (xpand)

Das ESF-Projekt PowerCheck wurde an der TFO Bruneck in diesem Schuljahr erstmals durchgeführt. Eine eigene Projektgruppe (Leitung: Prof. Markus Huber) hat die Umsetzung des Projekts schulintern koordiniert. Der „PowerCheck“ ist ein von „xpand“ entwickelter und erprobter „Werkzeugkasten“, der Jugendlichen hilft, sich selbst besser kennen zu lernen und damit auch geeignete Ausbildungs- oder Berufsmöglichkeiten zu finden sowie durchdachte Entscheidungen zu treffen. Durch eine abwechslungsreiche Gestaltung, kreative Inputs, Fragebögen, praktische Beispiele und Workshops, vor allem aber durch unterschiedlichste Methoden und eine große Passion der Trainer werden Kindheitsträume neu geweckt, Talente entdeckt, Pläne für die Zukunft geschmiedet und Ziele gesetzt.

Schüler*innen der Klassen 2A, 2C und 2E haben das viertägige Projekt-Programm bereits absolviert. Dabei arbeiteten sie in Kleingruppen und wurden von externen Trainern geschult und begleitet. Die Rückmeldungen nach dieser Einheit waren recht positiv. Für Juni 2020 war noch eine dreistündige Nachbesprechung mit den Klassen vorgesehen, welche aber aufgrund der Schulschließung Anfang März 2020 nicht mehr stattfinden kann. Drei weitere erste Klassen werden die Teilnahme am ESF-Projekt im kommenden Herbst nachholen.

Informationsveranstaltungen für Schüler*innen

Verschiedene Informationsveranstaltungen für Mittelschüler*innen, wie z.B. Schnuppertage, Infonachmittage und Infoabende, mussten infolge des Schneechaos im November verschoben werden. Für die Informationsveranstaltung für die 2. Klassen konnten auch heuer wieder Vertreter aller Fachrichtungen, die an den TFOs in Südtirol angeboten werden, nach Bruneck geholt werden. Sie präsentierten die spezifischen Schwerpunkte ihres Bildungsangebots. Im Rahmen der Orientierungsveranstaltungen konnten sich neben den sechs 2. Klassen der TFO Bruneck heuer auch drei 2. Klassen des RG Brixen viele Informationen einholen, die für die anstehende Wahl der Fachrichtung sehr hilfreich und wichtig waren. Die Maturanten erhalten immer wieder aktuelle Angebote und Informationen zu Studien- und Berufsmöglichkeiten, zum Teil durch Vorträge vor Ort, zum Teil auf Messen oder in Betrieben. Leider musste hier einiges abgesagt und auf digitalem Weg angeboten werden, wie z.B. die „Open Days“ an den verschiedenen Universitäten und Fachhochschulen.

Begabungsförderung: Projekt „Tandem²“

Das Projekt Tandem² wurde anlässlich des Bundeswettbewerbs der Österreichischen Chemieolympiade 2015 in Bruneck/Südtirol zum ersten Mal durchgeführt. Ziel des Projekts ist es, ausgewählte und besonders begabte Schüler*innen für Technik und Naturwissenschaften zu begeistern, sie für naturwissenschaftlich-technische Hintergründe alltäglicher Vorgänge zu faszinieren und mit ihnen verschiedene Abläufe zu planen. Zum Abschluss wird die Projektarbeit in einer selbst gewählten Form vorgestellt.

Oberschüler*innen, die über einen großen Wissensvorsprung verfügen und sich durch günstige Voraussetzungen, wie ein großes Interesse und hohe Motivation, auszeichnen, fungieren als Mentor*innen und Lernbegleiter*innen von Grund- und Mittelschüler*innen, die sich für Technik und Naturwissenschaften interessieren. Neben dem Lernprozess und der Vermittlung fachlicher Kompetenzen stehen auch überfachliche, emotionale, soziale und kommunikative Kompetenzen im Mittelpunkt, zu deren Förderung das Mentoring einen wesentlichen Beitrag leisten kann. Ein Tandem wird im Idealfall aus je zwei Oberschüler*innen und zwei Schüler*innen aus Grund- und Mittelschulen des Schulverbundes Pustertal gebildet.

Schüler*innen der drei Fachrichtungen der TFO Bruneck, und heuer erstmals auch Schüler*innen des Realgymnasiums Bruneck, haben einen Schwerpunkt gewählt, zu dem sie verschiedene Arbeiten und Experimente für die Zeit mit den Kindern vorbereiteten. Aufgrund der Corona-Verordnung vom 26. Februar 2020 musste das Begabungsförderungsprojekt, welches vom Schulverbund Pustertal getragen wird, abgebrochen werden.

20. Südtiroler Chemieolympiade

Die Vorbereitungsarbeiten für die 20. Südtiroler Chemieolympiade, die in Bruneck hätte stattfinden sollen, laufen schon seit Februar 2019. Um dieses Jubiläum in ein besonderes Licht zu rücken, wurden im Zeitraum November 2019 bis Februar 2020 Oberschüler*innen und Lehrpersonen zu Expertenvorträgen eingeladen. Chemieolympioniken vorausgegangener Olympiaden haben in Bruneck und Meran Einblicke in ihre Forschungstätigkeit sowie in ihren beruflichen Werdegang gegeben, und zwar: Otto Schullian (Kaltern/GOB Bruneck/MPI Potsdam), Maximilian Mair (St. Georgen/RG Bruneck/MedUni Wien), David Huber (Olang/GOB Bruneck/Astrophysik Innsbruck), Pierre Picchetti (Percha/Uni Wien/Bologna/Straßbourg), Danny Müller (Meran/HG Meran/TU Wien), Dominik Kiem (Meran/RG Meran/PMU Salzburg), und Stefan Stoll (Algund/RG Meran/TU Graz/ETH Zürich/University of Washington, Seattle). So bunt die verschiedenen Tätigkeiten und Bereiche der jungen, engagierten Forscher auch sind, eines haben die ehemaligen Chemieolympioniken gemeinsam: sie sind offen für Neues und sich bewusst, dass Wissen und Ehrgeiz allein nicht ausreichen. Es braucht eine gewisse Team- und Kommunikationsfähigkeit, genauso wie Freude daran, neue Länder und Personen kennenzulernen.

In der Förderwoche konnten die Schüler*innen der TFO Bruneck auf unterschiedlichem Niveau Einblicke in die Themen der Chemieolympiade bekommen. Bereits fortgeschrittene Schüler trainierten ihr chemisches Wissen in den sog. Monatsaufgaben. Der Kurswettbewerb, eine Betriebsbesichtigung und die Vorbereitungstage für die 20. Südtiroler Chemieolympiade mussten abgesagt werden, kurz vor Ostern schließlich auch noch der Landeswettbewerb. In der Zwischenzeit gibt es eine vom Österreichischen Bundesministerium genehmigte und unterstützte Ersatzolympiade, zu der alle Kursteilnehmer eingeladen sind. So kann das Olympiade-Jahr doch noch einen guten Abschluss, in einem fairen Wettbewerb finden. Und im kommenden Jahr, sofern es die Bedingungen erlauben, werden wir in Bruneck auf 20 Jahre Landeswettbewerb in Südtirol anstoßen.

Wir woll´n wieder Schule geh´n!!

am 29.04.2020

Wir woll´n wieder Schule geh´n!!

Am Unsinnigen Donnerstag haben wir noch die Schule mit Faschingshits „unsicher“ gemacht, und kurz nach den Ferien folgte dann etwas, was niemand von uns für möglich gehalten hätte: die zwangsweise Schließung aller Bildungseinrichtungen für mehrere Monate! Ein Notbetrieb in Form von „Fernunterricht“ ist angelaufen, doch kann dieser das, was Schule eigentlich ausmacht, nur ansatzweise ersetzen. Da wir unverbesserliche Optimisten sind, wollen wir uns gegenseitig mit einem Song aufmuntern, der von Herzen kommt: „Sie fehlt mir so  – Die TFO!“

Wir freuen uns auf ein Wiedersehen in der realen Schulwelt!

Norbert und Günther