News & Termine

Pädagogischer Tag (1)

am 20.03.2019

Am Dienstag, den 19. März 2019 fand an der TFO Bruneck ein Pädagogischer Tag statt. Am Vormittag standen zwei Impulsreferate auf dem Programm, und am Nachmittag erarbeiteten die Lehrpersonen inhaltliche Schwerpunkte für die Dreijahresplanung 2020-2023. Organisiert wurde die Veranstaltung von der AG Schulentwicklung unter der Leitung von Maximilian Gartner, in Zusammenarbeit mit dem Pädagogischen Beratungszentrum Bruneck.

Pädagogischer Tag (2)

Bernhard Frischmann, Pflichtschulinspektor der Bildungsregion Landeck, referierte zum Thema „Schule entwickeln = Kultur entwickeln“. Er betonte, dass Bildungsarbeit im 21. Jahrhundert aufgrund der rasanten gesellschaftlichen und technischen Entwicklungen ganz anders gestaltet werden müsse, als dies bisher der Fall war. Die zentrale Frage für ihn lautet: „Worauf bereiten wir junge Menschen vor?“ Bildlich gesprochen, muss eine Bodenanalyse vorgenommen werden, bei welcher hinterfragt wird: „Was kann ich anbauen? Was werde ich ernten?“

Bildungsarbeit, so Frischmann, erfordert viel Arbeit und Mühe, viel Zeit und Geduld. Die Ergebnisse sind – wie bei einem Eisberg – nur zu einem kleinen Teil sichtbar. Die heutige Welt ist sehr heterogen. Dementsprechend wichtig ist es, mit Vielfalt und Unterschieden verantwortungsvoll umzugehen. Lehrpersonen erzeugen durch ihre Bildungsarbeit Schwingungen. Wenn es ihnen gelingt, eine starke Resonanz zu den Schülern aufzubauen, dann macht Unterricht Sinn. Anders formuliert: „Wer Bildung will, muss Beziehung schaffen“. Die großen Herausforderungen im Unterricht bestehen darin, Freude am Lernen zu vermitteln und die Resilienz der jungen Menschen zu stärken. Schüler sollten das Gefühl haben: „Ich bin wer!“ Sie sollten eine positive Haltung zur Bildung einnehmen, und das gelingt nur, wenn Lehrpersonen Werte vorleben und damit ihrer Vorbildfunktion gerecht werden.

Bernhard Frischmann ist überzeugt davon, dass Bildungsarbeit, bei welcher Gehorsam und Pflichterfüllung, Bewertung und Kontrolle, Fremdbestimmung, Reproduktion, Einzelleistungen, Defizitblick und Konkurrenzdenken im Vordergrund stehen, veraltet ist. Vielmehr gelte es, Haltungen und Werte wie Eigenverantwortung, Ermutigung und Ermächtigung zu einer erkundenden Lernhaltung, Hilfsbereitschaft und Respekt in einer dialogischen, offenen Grundhaltung zu vermitteln. Reine Reproduktion von Wissen ist innovationshinderlich, Teamarbeit mehr denn je gefragt. In den Worten von Goethe: „Kinder brauchen Flügel und Wurzeln“.

Pädagogischer Tag (3)

Georg Klammer, Direktor des Wirtschaftskundlichen Realgymnasiums der Ursulinen in Innsbruck, sowie Administratorin Claudia Hohenauer, berichteten darüber, wie die Oberstufenreform (MOST/NOST) an ihrer Schule umgesetzt wird. Der Unterricht am WRG Innsbruck wird in Basismodule (120 Stunden) und Wahlmodule (10 Stunden) unterteilt. Am Ende eines jeden Semesters erhalten die Schüler/innen ein Zeugnis. Falls die Leistungen in bestimmten Kompetenzbereichen ungenügend sind, müssen die Schüler/innen Semesterprüfungen absolvieren, um die Lerndefizite zu beheben. Die Aufholprogramme und Aufholprüfungen müssen individuell auf die Schwächen der Schüler/innen abgestimmt werden, was für die Lehrpersonen einen deutlichen Mehraufwand bedeutet. Bei der Zusammensetzung der Wahlmodule werden die Schüler/innen von Lehrpersonen beraten. In diesem Bereich gibt es viele interessante Angebote, welche nicht den klassischen Schulfächern zugeordnet werden können. Die Schule bietet auch eine individuelle Lernbegleitung sowie Begabungsförderung an.

Allgemein ist das WRG Innsbruck, laut den Schulführungskräften Georg Klammer und Claudia Hohenauer, sehr stark danach bestrebt, den Forderungen nach Kompetenzorientierung und Individualisierung im Unterricht so gut wie möglich gerecht zu werden. Die Umgestaltung des Unterrichts erfordert einen deutlichen Mehraufwand auch in verwaltungstechnischer Hinsicht, aber das positive Feedback von Schülern, Lehrern und Eltern zeigt, dass sich der Aufwand lohnt.

Pädagogischer Tag (4)

Im Vorfeld des Pädagogischen Tages wurde durch Systemisches Konsensieren digital ermittelt, welche Themen bei den Lehrpersonen die größte Zustimmung bzw. die stärkste Ablehnung hervorrufen. Dabei ergaben sich 6 Themenbereiche mit starker Zustimmung, zu welchen die Lehrpersonen im Rahmen eines eineinhalbstündigen Arbeitstreffens ein grobes Konzept ausarbeiteten:

1) Fachraumprinzip
2) Fächerübergreifender Unterricht
3) Kooperation und Kommunikation
4) Projektunterricht
5) Rahmenbedingungen für gelingendes Lernen
6) Sitz- und Arbeitsplätze außerhalb des Klassenraums

Die Konzepte wurden auf Flipchart verschriftlicht und in der Aula auf Pinnwänden befestigt, sodass sich jede Lehrperson im Rahmen eines kurzen Rundgangs über die Ergebnisse informieren konnte. Am Ende des Pädagogischen Tages wurde digital ermittelt, welche Konzepte den größten Zuspruch hervorrufen. Es stellte sich heraus, dass die Förderung von fächerübergreifendem Unterricht und Projektunterricht wie auch die räumliche Gestaltung der Schule vielen Lehrpersonen sehr am Herzen liegt.

Projekt Tandem²

am 18.03.2019

Im heurigen Schuljahr haben Schüler/innen der GS Kiens, GS Ahrntal, GS Geiselsberg, MS Olang, MS Welsberg, MS Dr. Josef Röd sowie der italienischen Mittelschule am Begabungsförderungsprojekt Tandem² teilgenommen. Sie haben mit Schülern der TFO Bruneck fünf Tandems gebildet, und zwar zu den Themen Lebensmittel, Kunststoffe, Tischlampe, Uhr und Legogarage.

Das Projekt Tandem² wurde anlässlich des Bundeswettbewerbs der Österreichischen Chemieolympiade 2015 in Bruneck/Südtirol zum ersten Mal durchgeführt. Ziel des Projekts ist es, ausgewählte und besonders begabte Schüler/innen für Technik und Naturwissenschaften zu begeistern, sie bei der Erforschung der Hintergründe alltäglicher Vorgänge zu begleiten und mit ihnen verschiedene Abläufe zu planen. Am Ende des Begabungsförderungsprojekts stellen die Schüler/innen ihre Arbeit in einer selbst gewählten Form vor.

Oberschüler/innen, die über einen großen Wissensvorsprung verfügen und sich durch günstige Voraussetzungen, wie großes Interesse und hohe Lernmotivation, auszeichnen, fungieren als Mentoren und Lernbegleiter von Grund- und Mittelschüler/innen. Neben dem Lernprozess und der Vermittlung fachlicher Kompetenzen stehen auch überfachliche, emotionale, soziale und kommunikative Kompetenzen im Mittelpunkt, zu deren Förderung das Mentoring einen wesentlichen Beitrag leisten kann. Zudem werden die Grund- und Mittelschüler/innen als Mentoren ausgebildet.

Das Projekt ist dreigeteilt.

Phase 1: Die Mentees wählen ein Thema aus, das sie praktisch aufarbeiten. An dieser Phase sind nur Oberschüler/innen beteiligt.
Phase 2: Jetzt beginnt die eigentliche Tandem-Arbeit. Die verschiedenen Tandems erarbeiten das gewählte Thema. Es gibt ein Einführungs- und ein Folgetreffen.
Phase 3: Jedes Tandem präsentiert die Projektarbeit in Stationen zum Mitmachen. Dabei übernehmen die Grund- und Mittelschüler/innen die Aufgabe von Mentees.

Lehrausgang

Am Donnerstag, den 21. Februar hat die Klasse 1A einen Lehrausflug nach Brixen gemacht und das Vinzentinum sowie die Philosophisch-Theologische Hochschule besucht.

Ein Schülerbericht

Wir Schüler der Klasse 1A besuchten an diesem Tag gleich zwei sehr wichtige geistliche Herren unserer Diözese: Josef Knapp, Referent der Berufungspastoral und Spiritual des Vinzentinums, und Prof. Ulrich Fistill, Domdekan und Dekan der PTH. Im Vinzentinum zeigte uns Prof. Verena Steinmair zuerst die wissenschaftlichen Kabinette, in denen unzählige Schätze verborgen sind, die man in diesen Gemäuern nie vermuten würde. Unter anderem kann man im Naturhistorischen Kabinett des Vinzentinums eine große Schmetterlingssammlung sowie zahlreiche Fossilien bestaunen, aber auch ausgefallene Tiere, wie ein zweiköpfiges Kalb, sowie das europaweit größte Herbarium. Nach all diesen Eindrücken zeigte uns Hochw. Josef Knapp auch noch den Rest des Hauses. Ein besonderer Ort ist auch die neue und sehr schlichte Kapelle, die dem Priester Otto Neururer geweiht ist. Hier verweilten wir für eine kurze Besinnung. Am Ende des Rundgangs gab es noch ein üppiges Mittagessen, und nach diesem ging es geradewegs in die PTH zu Prof. Fistill, der uns den theologischen Zugang zur Entstehungsgeschichte der Welt näher brachte. Allerdings war da die Aufmerksamkeit schon etwas gesunken, nach der dreistündigen Führung am Vormittag. Nach seinen Ausführungen gab es auch hier noch eine kurze Führung durch das Haus, wo wiederum viele Schätze verborgen sind, so zum Beispiel die historisch sehr wertvolle und noch sehr gut erhaltene Bibliothek. Um 14.30 Uhr ging es dann wieder zurück nach Bruneck.

Wohin des Weges?

am 15.03.2019

So lautet der Titel der Straßenzeitung zebra. vom 11.03.2019. Bei dieser Sonderausgabe war die Redaktion der TFO-Schülerzeitung Laser mit an Bord. In Zusammenarbeit mit der Redaktionsleiterin Lisa Frei von der OEW haben Schüler*innen der TFO Bruneck sich mit dem Thema auseinandergesetzt, dass junge Menschen immer wieder alte Trampelpfade verlassen, um mutig zu neuen Ufern aufzubrechen. Im Zentrum ihrer Recherchen standen Datenwege, Produktwege, Pilgerwege, Schulwege, Fluchtwege, Lebenswege. Begleitet wurden sie dabei von den Lehrpersonen Maria Luise Kreithner, Lioba Koenen und Birgit Pichler.

„Die Schüler sind mit vielen interessanten Menschen verschiedener Kulturen und Sprachen in Kontakt gekommen und konnten auch eigene Interessen einbringen. Das Schulprojekt war wirklich ein Gewinn für uns alle”, betont Lioba Koenen vom Redaktionsteam. Bei einem Schnuppernachmittag mit Verkäufer Charles David konnten die Schüler*innen unmittelbar erleben, wie es sich anfühlt, eine Straßenzeitung an den Mann bzw. an die Frau zu bringen. Am Dienstag, den 12. März wurde die Zeitung in Form eines interaktiven Parcours der Schulöffentlichkeit vorgestellt. Dabei machten die Jugendlichen anhand von Kostproben ihrer Arbeit die Themen der aktuellen Ausgabe greifbar und berichteten von ihren Erfahrungen.

Seit 2014 gibt die OEW die Straßenzeitung zebra. heraus. Über 60 Menschen aus aller Welt verkaufen die Zeitung in ganz Südtirol und sind an ihren violetten Ausweisen erkennbar. Eine Ausgabe kostet zwei Euro. Ein Euro bleibt den Verkäufern, der zweite geht in die Produktion. Die Inhalte der Zeitung werden großteils von ehrenamtlich tätigen Schreibern erarbeitet.

Besichtigung der TU Wien

am 11.03.2019

Am Freitag, den 1. März 2019 haben 6 Schüler der Klasse 5ElA die TU Wien besichtigt und sich über Studien- und Arbeitsmöglichkeiten im Fachbereich Elektrotechnik informiert. Begleitet wurden sie dabei von Prof. Martin Niederkofler, welcher selbst an der TU Wien Elektrotechnik studiert hatte und aufgrund seiner persönlichen Erfahrungen den Schülern wertvolle Tipps für ein eventuelles Studium mit auf den Weg geben konnte. Im Rahmen einer Einführungsveranstaltung im Gußhaus erklärten mehrere Professoren auf sehr anschauliche Art und Weise, was die Studenten am Beginn ihres Studiums erwartet. Auch Vertreter/innen der Fachschaft Elektrotechnik waren bei der Einführungsveranstaltung anwesend, und im Anschluss gab es einen kleinen Imbiss im Foyer des Gußhauses. Auf Wunsch der Schüler wurde auch der hochmoderne Campus der WU Wien besucht.

Happy Marching Band

am 28.02.2019

50 Schüler/innen und Lehrer/innen stark war die „TFO Bruneck Marching Band and Friends“, als sie sich heute morgen auf den Weg Richtung Innenstadt machte. Gemeinsam mit unzähligen Grundschülern und ihren Begleitern sorgte sie vor der Pfarrkirche und auf dem Rathausplatz für eine ausgelassene Stimmung. Ein tolles „Projekt“, das Bandleader Philipp Egger da auf die Beine gestellt hat! Mehr Fotos auf TFO Facebook!

Vortrag: Lawinenkunde

am 27.02.2019

Anlässlich der tragischen Lawinenunglücke in letzter Zeit, die leider auch Schüler unserer Schule betroffen haben, organisierte Sportlehrer Bernhard Thaler, in Zusammenarbeit mit der Bergrettung der Finanzpolizei Bruneck, einen Vortrag zum Thema Lawinenkunde. Maresciallo Thomas Scalisi berichtete über Gefahren, Präventionsmöglichkeiten und rechtliche Aspekte beim Skitourengehen und Freeriden bzw. Variantenfahren. Die Schüler der Klassen 3 MaA, 4 Ch, 4 ElA, 4 ElB, 5 MaA, 5 MaB, und 5 MaC sollten für das Thema sensibilisiert und zur vernünftigen Risikoeinschätzung beim Wintersport bewogen werden.