News & Termine

Gentechnik im Unterricht

am 13.05.2021

Die Maturaklassen der Fachrichtung Chemie, Werkstoffe und Biotechnologie haben im Unterricht die revolutionäre Gentechnik-Methode CRISPR/Cas9 kennengelernt.

CRISPR/Cas9 – dieses merkwürdige Kürzel steht für ein neues Verfahren, um DNA-Bausteine im Erbgut so einfach und präzise zu verändern, wie es bis vor kurzem unvorstellbar war. Obwohl sie aus Bakterien stammt, funktioniert diese „Gen-Schere“ in nahezu allen lebenden Zellen und Organismen. Sie verspricht neue Therapien gegen Aids, Krebs und eine Reihe von Erbkrankheiten – aber auch neue Möglichkeiten bei der Züchtung von Pflanzen und Tieren. Emmanuelle Charpentier und Jennifer Doudna, zwei Molekularbiologinnen, erhielten dafür den Chemie-Nobelpreis 2020.

Bei diesem Versuch verwenden die Schüler die CRISPR-Cas9-Technologie, um das lacZ-Gen, das natürlicherweise auf dem Chromosom von E. coli Bakterien vorkommt, auszuschalten. Das lacZ-Gen ist für die Bildung eines blauen Pigmentes verantwortlich. Dieses Gen wird nun mit Hilfe von CRISPR/CAS9 ausgeschaltet und es entstehen farblose Kolonien.

Moderner Biologieunterricht verlangt inzwischen weit mehr als das Abarbeiten fachlicher Inhalte. Das liegt unter anderem am rasant fortschreitenden Wissenszuwachs. Darüber hinaus ist es an der Schule für den Naturwissenschaftsunterricht zentral geworden, mit Schülerinnen und Schülern gemeinsam mit dem Fachwissen umzugehen, das Diskutieren zu erproben, ethische Fragen zu stellen oder gesellschaftspolitische Diskussionen nachzuvollziehen. (Zitat aus: www.schule-und gentechnik.de)

„Flüssiges Holz“: Eine nachhaltige Alternative zu Kunststoff

am 01.04.2021

Kooperation der TFO Bruneck mit der Firma Nordpan

Seit mehreren Jahren arbeitet die Technologische Fachoberschule Bruneck, Fachrichtung „Chemie, Werkstoffe und Biotechnologie“, mit der Firma Nordpan zusammen. Nach den guten Erfahrungen der vergangenen Jahre ist die Firma Nordpan vor kurzem erneut an Egon Rubatscher, den Koordinator für die Zusammenarbeit zwischen Schule und Arbeitswelt der TFO Bruneck, herangetreten, und hat ein neues Schülerprojekt zum Thema „Flüssiges Holz“ auf den Weg gebracht. Dabei handelt es sich um einen neuartigen, regenerativen Werkstoff auf Lignin-Basis, der – ähnlich wie Kunststoffe – mit normalen Spritzgussmaschinen verarbeitet werden kann und zur Korrektur von optischen Fehlstellen in Vollholzplatten eingesetzt werden soll.

24 Schüler*innen der 3. und 4. Klasse der Fachrichtung „Chemie, Werkstoffe und Biotechnologie“ rund um die Projektleiter*innen Michael Berteotti, Sophia Stoll und Dennis Seeber untersuchen im Rahmen des Projektes, mit Unterstützung der Lehrpersonen Egon Rubatscher und Nikolaus Spitaler, unterschiedliche Aspekte der Verwendung von „Flüssigholz“.

Am Freitag, den 26. März stellten die Gruppenleiter*innen den Projektverantwortlichen der Firma Nordpan, Armin Kamelger und Manuel Baumgartner, ihren Projektplan vor. Die Gruppe von Andreas Hackhofer befasst sich mit der Frage, ob „flüssiges Holz“ im Verkauf eine echte Alternative zu Echtholz ist. Das Team von Sandra Engl untersucht das Verhalten von Spritzgussteilen aus dem Alternativmaterial beim Verkleben und bei der natürlichen Alterung des Werkstoffs (UV, Feuchtigkeit). Das Verhalten der Spritzgussteile aus Flüssigholz beim Weiterverarbeiten (Schleifen, Lackieren, Beizen, Bearbeiten) ist das Thema der Gruppe von Jan Voppichler. Das Projektteam rund um Matteo Frenademetz schließlich befasst sich mit der Charakterisierung und den Eingangsprüfungen der Werkstoffproben aus Flüssigholz.

Als nächster Schritt steht nun eine Werksbesichtigung der Firma Nordpan auf dem Programm, und im Anschluss werden auch die praktischen Projektarbeiten beginnen.

Sprecherziehung

am 14.01.2021

Workshop mit Theaterpädagoge Thomas Troi

Wie entspannend Sprechen sein kann, hat Thomas Troi am Mittwoch, den 13, Jänner bei einem Workshop für die Klasse 4MaA der TFO Bruneck aufgezeigt. Das Sprechen vor einer Gruppe fällt nicht jedem Menschen leicht. Gar manche tun sich eher schwer damit. Es gilt, innere Hemmschwellen zu überwinden und den Mut zu haben, in Rollen zu schlüpfen, die oft ungewohnt sind. Auf eine spielerische Art und Weise hat der Brixner Theaterpädagoge vermittelt, welch großen Spaß freies, spontanes Sprechen machen kann. Die Schüler/innen waren sehr angetan von den Erfahrungen, die sie im Workshop machen konnten, die Rückmeldungen waren positiv.

Auf verschiedene persönliche Fragen der Workshopteilnehmer hat Thomas Troi offen und spontan geantwortet.

Frage: Wie sind Sie zu Ihrem Beruf gekommen?
Thomas Troi: Ich war Mitglied der Brixner Pfadfinder, wollte eigentlich Kameramann werden und habe eine Filmschule besucht. Ich habe keine „geradlinige“ Schulkarriere hinter mir. Schlussendlich bin ich durch private Umstände beim Theater gelandet.

Frage: Was machen Sie in Ihrem Beruf?
Thomas Troi: Ich bin fester Mitarbeiter des Theaterpädagogischen Zentrums Brixen. Wir organisieren Theaterwerkstätten für Kinder, bieten auch Theateraufführungen an Schulen an und setzen kleine Filmprojekte um. Ich betreibe Theaterpädagogik, arbeite mit Menschen zusammen. Und das macht mir immer wieder große Freude. Ich beschäftige mich intensiv mit Fragen wie: „Wer bin ich? Was denke ich? Was ist für mich wichtig? Wer will ich sein? Theaterspielen heißt, sich selbst kennen lernen, Es ist eine sehr spannende Angelegenheit, ein Spiel.
Frage: An welche besonderen Erlebnisse im Rahmen Ihrer Tätigkeit können Sie sich spontan erinnern?
Thomas Troi: Jeder gelungene Workshop ist ein Erfolgserlebnis für mich. Die Begegnung mit Menschen ist eine Momentaufnahme, ein Geben und Nehmen. Man gewinnt viel positive Energie dabei. Wenn ich spüre, dass meine Arbeit bei Jugendlichen ankommt, macht mich das glücklich. Und ich verspüre in mir immer wieder Lust auf Neues. Schlimm ist es für mich, wenn Blockaden entstehen, wenn eine Sache entgleitet. Zum Glück war das nur selten der Fall…

Frage: Können Sie sich an ein besonders komisches Erlebnis erinnern?
Thomas Troi: Einmal bin ich bei einem Workshop in einem Anzug aufgetreten. Das ist etwas, was nicht zu meinem Typ passt, da ich mich gerne leger kleide. Ich wollte mir Respekt verschaffen, habe damit aber das Gegenteil erreicht, bin von einer Person andauernd provoziert worden. Ein anderes Mal bin ich zu einem Zirkusworkshop an einer Grundschule in Taufers im Münstertal gefahren. Als ich ankam und meine Arbeit beginnen wollte, hat niemand verstanden, warum ich hier war. Ich habe bemerkt, dass ich am falschen Ort war, Langtaufers wäre das richtige Ziel gewesen…

Frage: Wie sind Sie als Privatperson?
Thomas Troi: Die Theaterarbeit hat mein Leben stark geprägt. Ich bin eigentlich ein schüchterner Mensch. Wenn ich mich mit Theaterarbeit auseinandersetze, muss ich mich überwinden bzw. meine Komfortzone verlassen, Es ist ein ständiger Rollentausch. Die Wege sind offen, und das empfinde ich als etwas sehr Spannendes.

A21 – Digital Talent Day

am 09.12.2020

Die TFO-Schüler Celandroni Mattias und Gander Philipp (FR Maschinenbau) haben im November 2019 am A21 Digital Talent Day 19 im Campus Technik Lienz teilgenommen und ein smartes Reinigungskonzept von Sinterbauteilen (Aufgabenstellung der GKN Sinter Metals AG Bruneck) erarbeitet. Für ihren Beitrag wurden sie am Mittwoch, 9. Dezember 2020 an der TFO Bruneck ausgezeichnet.

Die Initiative „A21Digital“ ist ein gemeinnütziges Netzwerk für Wirtschaft, Politik, Gesellschaft und Wissenschaft und widmet sich dem Zukunftsfaktor „Digitale Transformation“. Das Dialog-Event dient dazu, junge Talente und Vertreter aus Wirtschaft und Wissenschaft zusammenzubringen, um gemeinsam ausgewählte Zukunftsthemen der Digitalisierung zu diskutieren. Im Dezember 2020 findet der A21 Digital Talent Day online statt.

Preisverleihung an der TFO Bruneck
V.l.n.r.: Schwingshackl Michael (Personalentwicklung, GKN Sinter Metals), Schrott Siegfried (Direktor, TFO Bruneck), Celandroni Mattias (Schüler, TFO Bruneck), Jaufenthaler Hannes (Handelskammer Bozen), Rubatscher Egon (Koordinator, TFO Bruneck)

Präsenzunterricht für Praxisfächer

am 27.11.2020

Ab Montag, 30. November 2020 gilt ein neuer Stundenplan. Praxisunterricht findet direkt vor Ort statt.

Alle Klassen kommen an einem Wochentag in die Schule. Für die ersten Klassen sind jeweils 3 Einheiten, für alle anderen Klassen jeweils 6 Einheiten vorgesehen. Der Stundenplan bleibt so lange in Kraft, bis die Landesregierung neue Dringlichkeitsmaßnahmen für die Oberschule beschließen wird.

Bild: David Sparber, Klasse 5MaB – Konventionelles Drehen einer Kurbelwelle aus Aluminium

Projektunterricht

am 23.10.2020

Am 09.10.2020 stellte die Firma NORDPAN den Klassen 3Ch und 4Ch der Fachrichtung Chemie, Werkstoffe und Biotechnologie über Microsoft Teams das Projekt „Flüssiges Holz“ vor.

Das Produktionsprogramm der Firma NORDPAN umfasst ein vielfältiges Angebot von Ein- und Dreischichtplatten in verschiedenen Qualitäten und Dimensionen. Die Naturholzplatten finden ihre Anwendung im Hallen- und Industriebau, Innenausbau und Fassadenbereich. Im Sinne einer umweltbewussten, ökologisch ausgerichteten Produktion werden alle Abfallprodukte zu Holzpellets verarbeitet.

Die Fragestellung lautet: Ist es möglich, kosmetische Fehler (z.B. Astlöcher) bei Ein- und Dreischichtplatten mithilfe von Biopolymer – „Lignin“ – auszubessern?

In einem zweiten Moment sollen die mechanische Stabilität, die Witterungsbeständigkeit und die Eigenschaften bei der Weiterverarbeitung von ausgebesserten Platten untersucht werden.

Projektleiter: Egon Rubatscher, Nikolaus Spitaler

Eine andere Art von Fernunterricht

am 19.10.2020

Am Dienstag, den 6. Oktober haben wir, die Klasse 4MaB der TFO Bruneck, gemeinsam mit den Professoren Koenen Lioba, Sagmeister Veronika und Gartner Maximilian einen Vormittag lang das Frauenkomitee des Waldfriedhofs Bruneck unterstützt. Es gab sehr viel zu tun, wie z.B. Laub zusammenrechen, die Stiegen kehren, Gräber schmücken, etc. Unsere Motivation war anfangs nicht besonders hoch, doch mit der Zeit hat uns die Arbeit sogar Freude gemacht. Der Lernfaktor in den drei Stunden war jedenfalls gegeben, denn wir lernten einen besonderen Ort von Bruneck kennen. Auf diesem Friedhof sollte jeder einmal gewesen sein. Auch für Fragen waren die Frauen vom Komitee immer offen, und sie hatten eine gute und einfache Antwort parat, so dass man verstand, worum es ging. Diese Art von Unterricht hat sich auf jeden Fall gelohnt. Einen Besuch des Waldfriedhofs kann ich jedem sehr empfehlen.

Elias Lechner, Klasse 4MaB

Hintergrundinformation: Der Waldfriedhof (auch Heldenfriedhof) Bruneck ist ein Soldatenfriedhof für Gefallene des Ersten und Zweiten Weltkriegs verschiedener Nationen und Konfessionen. Er befindet sich auf dem Kühbergl und steht unter Denkmalschutz. Seit 1921 kümmert sich ein Damenkomitee um die Pflege der Gräber.